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Brian Cox

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Brian Cox (2016)

Brian Denis Cox CBE (* 1. Juni 1946 in Dundee, Schottland) ist ein schottischer Schauspieler.

Cox wurde in Dundee geboren und wuchs dort auf. Er ist das jüngste von fünf Kindern und wurde hauptsächlich von seinen älteren Schwestern erzogen, da seine Mutter regelmäßig unter gesundheitlichen Problemen litt. Sein Vater, ein Fleischer, starb, als Cox acht Jahre alt war. Bereits im Alter von vierzehn Jahren war er Mitglied einer aktiven Theatergesellschaft in seiner Heimatstadt.

Später studierte er Schauspiel an der Londoner Academy of Music and Dramatic Art und machte sich am Theater und im britischen Fernsehen einen Namen. Nach zahllosen Auftritten über viele Jahre hinweg – am bekanntesten sein Auftritt als Hannibal Lecter (im Film als Lecktor ausgewiesen) in Blutmond, bevor fünf Jahre später Anthony Hopkins in dieser Rolle zur Legende wurde – wurde er Mitte der 1990er Jahre durch Nebenrollen in den Filmen Rob Roy und Braveheart bekannt. Im letztgenannten Film spielte er Argyle Wallace, den Onkel der Filmhauptfigur William Wallace.

In der Folgezeit wurde Cox in vielen Filmen als Bösewicht bzw. als zwielichtiger Charakter im Hintergrund besetzt: er spielte den undurchsichtigen Richard Morgan in Ring, den machtgierigen König Agamemnon in Troja, den Mutantenhasser William Stryker in X-Men 2, Reichsmarschall Hermann Göring in Nürnberg – Im Namen der Menschlichkeit und den korrupten CIA-Mann Ward Abott in Die Bourne Identität und Die Bourne Verschwörung. Einen großen künstlerischen Achtungserfolg erlangte er 2001 durch seine Darstellung eines Pädophilen in dem Film L.I.E. – Long Island Expressway.

In der Serie Succession spielt Cox den Medienmogul Logan Roy, dessen vier Kinder um seine Erbfolge ringen, eine moderne Fassung des Königsdramas King Lear. Der Patron stammt, anders als im ursprünglichen Skript, ebenfalls aus Dundee. Die Serie gewann 2020 und 2022 den Emmy Award und den Golden Globe als beste Dramaserie. Cox bekam 2020 den Golden Globe als bester Schauspieler in einer Dramaserie, unterlag aber beim Emmy seinem Kollegen Jeremy Strong.

Am Neujahrstag 2002 wurde Cox von der britischen Königin zum Commander of the British Empire ernannt.

Cox’ 1966 geschlossene Ehe mit Lilian Monroe-Carr endete bereits ein Jahr später durch Scheidung.[1] 1968 heiratete er Caroline Burt, mit der er eine Tochter und den ebenfalls schauspielerisch tätigen Sohn Alan Cox hat.[1] Die Ehe wurde nach 18 Jahren geschieden. In dritter Ehe ist Cox seit dem Jahr 2002 mit der Schauspielerin Nicole Ansari verheiratet, die er 1990 während einer Theatertour in Hamburg kennengelernt hatte und mit der er seit 1998 liiert ist.[2] Das Paar hat zwei Söhne, darunter den ebenfalls schauspielerisch tätigen Orson Ansari-Cox. Die Familie lebt in New York City.

Cox ist Diabetiker.

Filmografie (Auswahl)

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Commons: Brian Cox (actor) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. a b Dan Vevers: Actor Brian Cox left "feeling like failure" after marriage breakdown. In: uk.news.yahoo.com vom 15. Oktober 2025.
  2. Andrew Billen: Brian Cox and Nicole Ansari-Cox on marriage, sex and Succession. In: thetimes.com vom 2. Juli 2022.