Samsung hat den Galaxy SmartTag3 vorgestellt, den Nachfolger des SmartTag2 aus dem Jahr 2023. Der neue Bluetooth-Tracker ist deutlich kleiner und leichter als sein Vorgänger, hält laut Samsung bis zu 790 Tage mit einer Batterieladung durch und öffnet sich erstmals für iPhone-Nutzer. In Südkorea startet der Verkauf bereits am 7. Oktober 2026, in den USA folgt der SmartTag3 im November für 30 US-Dollar pro Stück.
Was ist neu am Galaxy SmartTag3?
Der SmartTag3 ist laut Samsung 35 Prozent kleiner und 33 Prozent leichter als der SmartTag2. Statt der länglichen Form des Vorgängers setzt Samsung jetzt auf ein rundes Gehäuse mit einer Akzenttaste aus Aluminium, über die sich zum Beispiel die Kamera am Smartphone auslösen oder ein Alarm abspielen lässt. Dazu kommt eine IP67-Zertifizierung, der Tracker übersteht also kurzes Untertauchen und staubige Umgebungen ohne Probleme.
Die Batterie ist weiterhin eine austauschbare CR2032-Knopfzelle. Im Normalbetrieb soll sie bis zu 550 Tage halten, im Energiesparmodus bis zu 790 Tage. Das ist deutlich mehr als bei den meisten vergleichbaren Trackern von Apple oder Tile, wo nach etwa einem Jahr ein Batteriewechsel fällig wird.
Reichweite und Ortungstechnik: Bluetooth 6.0, UWB und das Find-Netzwerk
Für die Ortung setzt der SmartTag3 auf eine Kombination aus drei Technologien. Bluetooth 6.0 mit Channel Sounding soll eine Reichweite von bis zu 60 Metern erreichen, dreimal so viel wie beim SmartTag2. Für die Nahbereichsortung auf wenige Zentimeter genau kommt wie gehabt Ultrabreitband (UWB) zum Einsatz, nützlich etwa bei der Suche nach den Schlüsseln irgendwo unter dem Sofa. Darüber hinaus kann der Tracker über das Galaxy Find Network geortet werden, ein Schwarmnetzwerk aus mehr als 900 Millionen Galaxy-Geräten weltweit.
Neu ist die Compass View, die auf kompatiblen Galaxy-Smartphones Richtung und Entfernung zum Tag per AR-Pfeil anzeigt. Dazu kommen Funktionen wie Place Notification für Zonenwarnungen, eine Bewegungserkennung und ein siebentägiger Standortverlauf. Wer SmartThings nutzt, kann den SmartTag3 außerdem zur Steuerung anderer Smart-Home-Geräte einbinden, etwa um beim Verlassen der Wohnung automatisch das Licht auszuschalten.
| Spezifikation | Galaxy SmartTag3 |
|---|---|
| Maße/Gewicht | 35 % kleiner, 33 % leichter als SmartTag2 |
| Schutzklasse | IP67 |
| Konnektivität | Bluetooth 6.0, UWB, NFC |
| Reichweite Bluetooth | bis zu 60 Meter |
| Akkulaufzeit | bis zu 550 Tage (Standard), bis zu 790 Tage (Energiesparmodus) |
| Batterie | CR2032, austauschbar |
| Farben | Schwarz, Weiß |
| iOS-Support | Ja, über eigene App (eingeschränkt) |
| Preis (USA) | 30 US-Dollar (Einzeln), 99 US-Dollar (4er-Pack) |
iPhone-Support mit Einschränkungen
Bislang war der SmartTag ein reines Android-Produkt. Das ändert sich mit dem SmartTag3: Samsung bringt eine eigene App für iOS, über die sich der Tracker orten lässt. Wer aber auf die gleiche Erfahrung wie mit Apples eigenem AirTag hofft, wird enttäuscht. iPhones tragen nämlich nicht zum Galaxy Find Network bei, berichtet 9to5Google. Das bedeutet: iPhone-Nutzer können ihren eigenen SmartTag3 finden, profitieren aber nicht von der riesigen Reichweite, die das Netzwerk aus 900 Millionen Galaxy-Geräten bietet. Für Familien oder Paare mit gemischten Smartphone-Marken dürfte das trotzdem praktisch sein, etwa um ein gemeinsames Gepäckstück oder Fahrrad im Blick zu behalten.
Preis und Verfügbarkeit
Der Marktstart erfolgt gestaffelt. In Südkorea ist der SmartTag3 ab dem 7. Oktober 2026 erhältlich, in den USA ab November zum Preis von 30 US-Dollar pro Gerät beziehungsweise 99 US-Dollar für ein 4er-Pack. Für Deutschland und den Rest Europas nennt Samsung bislang nur „Anfang 2027“ als groben Zeitrahmen, ein konkretes Datum oder ein Preis in Euro stehen noch aus. Sobald Samsung hierzulande einen Termin bestätigt, aktualisieren wir diesen Artikel.
Fazit
Auf dem Papier macht der Galaxy SmartTag3 einiges richtig: kleiner, leichter, ausdauernder und dank Bluetooth 6.0 mit spürbar mehr Reichweite als der Vorgänger. Die geöffnete iPhone-Unterstützung ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn sie ohne Zugriff auf das Galaxy Find Network nur die halbe Miete ist. Wer ohnehin schon Zubehör wie die Galaxy Watch 9 oder Watch Ultra2 nutzt, bekommt hier ein stimmiges Upgrade fürs Ökosystem, muss sich aber noch bis 2027 gedulden, bis das Ding auch in Deutschland im Regal liegt. Dass Samsung aktuell ordentlich Tempo macht, zeigt sich auch an anderer Stelle: Erst vor Kurzem ist der Rollout von One UI 9 gestartet, und mit den neuen Galaxy Tab S12-Modellen hat Samsung erst kürzlich seine nächste Hardware-Generation vorgestellt.
Quellen: Samsung Newsroom