Kulm Hotel, St. Moritz
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Für den Blick. Für das Gefühl. Für St. Moritz in seiner elegantesten Form. Das Kulm ist nicht einfach ein Hotel, sondern die Essenz dessen, was alpiner Luxus bedeutet. Und das zu jeder Jahreszeit. Die Lage ist unschlagbar: Der Blick auf den St. Moritzsee ist weit, klar und allgegenwärtig. Und dann wäre da noch der Duft: Schon in der Lobby liegt dieser sofort wiedererkennbare Geruch in der Luft, luxuriös, aber unaufdringlich. Frisch und mit Tiefe. Ein Signature-Scent, der sich durch das gesamte Haus zieht.
Die Umgebung
Die Lage oberhalb des Sees macht das Kulm zu einem idealen Ausgangspunkt. Sie ist nicht nur schön, sondern auch praktisch: Der Flughafen Samedan liegt etwa acht Kilometer entfernt, Zürich rund 260 Kilometer – nimmt man dafür die Panoramastrecken der Rhätischen Bahn, fühlt sich das schon wie der Auftakt in den Urlaub an. Was die Szenerie so besonders macht: die Mischung aus Ruhe und Nähe. Man sitzt auf einer der Terrassen, hört kaum mehr als Wind und Vogelrufe und ist doch nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt.
Ob man im Winter zum Skifahren kommt oder im Sommer über Trails wandert, mit dem Bike unterwegs ist, am See entlang oder durch die Stadt schlendert – vieles beginnt direkt vor der Tür des Hotels. Bergbahntickets sind zu jeder Saison inklusive, ein Shuttle bringt Gäste zum Einstieg. Als Basecamp für alles, was draußen passiert, dient die neue Alpin Sports Lounge im Erdgeschoss des Hotels – eine moderne, warme Umgebung mit viel Holz und weichen Ledersofas. Vor und nach jeder Tour kümmert sich ein eingespieltes Team darum, dass Skier, Bikes oder Wanderausrüstung gereinigt, gewartet und startklar sind.
Die Szenerie
Das Hotel thront am oberen Ende der Fußgängerzone von St. Moritz. Nachdem man das Foyer betritt und die große Treppe nach oben passiert, gelangt man in die Lobby, deren Fenster sich zum St. Moritzsee öffnen. Die Lobby ist kein reiner Durchgangsraum, sondern ein Ort zum Ankommen, Durchschnaufen und Pausieren. Es soll Gäste geben, die dort in einem der flauschigen Fauteuils den ganzen Tag verbringen. Der Blick nach draußen ist großzügig und ruhig, während innen eine einladende Atmosphäre herrscht: dunkelrote Samtsessel, kräftige Farben, üppige Stoffe.
Die Geschichte
Ohne eine Wette hätte es das Kulm vielleicht nie gegeben – zumindest nicht in der Form, in der man es heute kennt. Denn was heute kaum vorstellbar ist: St. Moritz war ursprünglich eine Sommerdestination. 1864 fasste Hotelpionier Johannes Badrutt, Gründer des Kulm Hotels, einen ebenso kühnen wie folgenreichen Entschluss. Er wettete mit seinen englischen Sommergästen, dass der Winter in St. Moritz mindestens ebenso reizvoll sei wie der Sommer. Sollten sie enttäuscht sein, würde er sämtliche Kosten übernehmen. Die Gäste kamen – und blieben bis Ostern. Damit war der alpine Wintertourismus geboren, St. Moritz wurde zur Wiege des Winterurlaubs.
Badrutt erwies sich als Visionär mit Gespür für Fortschritt. 1878 ließ er im Kulm die ersten elektrischen Lampen der Schweiz installieren, wenig später folgte ein öffentliches Telefonnetz. Zudem etablierte er die Hotellobby als gesellschaftlichen Mittelpunkt. Auch später blieb das Kulm ein Motor für Neues. In den 1880er-Jahren experimentierten Gäste mit damals ungewöhnlichen Wintersportarten. Daraus entwickelten sich Skibobfahren, Skeleton und der Cresta Run – Disziplinen, die den Wintersport bis heute prägen. Das Kulm und St. Moritz wurden zum Treffpunkt für Athlet:innen und Abenteurer:innen aus aller Welt. Kein Wunder also, dass St. Moritz gleich zweimal Gastgeber der Olympischen Winterspiele war: 1928 und 1948.
Die Zimmer und Suiten
Wie jeder Mensch hat auch im Kulm jeder Raum seinen eigenen Charakter. Die 150 Zimmer und Suiten sind individuell gestaltet, mit eigenen Farbwelten, Stoffen und Details. Nichts wirkt seriell, nichts wie aus dem Katalog. Was die Zimmer besonders macht, ist das Gefühl, das sie hinterlassen: Man kommt an und ist sofort entspannt. Die Räume sind heimelig, warm und persönlich – und gleichzeitig klar, modern und zeitgemäß. Eine Kombination, die selten gelingt und hier erstaunlich selbstverständlich wirkt. Die Zimmer und Suiten öffnen sich wahlweise zum St. Moritzsee oder in die Bergwelt. Große Fenster holen die Landschaft ins Innere. Der Blick wird Teil des Wohngefühls, nicht als Effekt, sondern als ruhige Begleitung. Gerade diese Balance aus Geborgenheit und moderner Eleganz ist das, was die Zimmer im Kulm von vielen anderen Luxushotels unterscheidet. Ein Ort, an den man nicht nur zurückkehrt, sondern an dem man gerne bleibt.
Essen und Trinken
Wer im Kulm logiert, kann kulinarisch auf Weltreise gehen – und das, ohne das Haus verlassen zu müssen. Die sieben Restaurants erzählen ganz unterschiedliche Geschichten: Die Bandbreite reicht von peruanischer Küche über alpine Gerichte, die regionales Terroir, also Produkte, Aromen und Traditionen der umliegenden Bergwelt, in den Mittelpunkt stellen, bis hin zu einer klassischen Pizzeria. Ein besonderer Ort ist das Amaru von Claudia Canessa, die für ihre moderne Interpretation der peruanischen Küche bekannt ist. Erreichbar über eine unauffällige Treppe unterhalb der Lobby, bleibt das Restaurant leicht verborgen – wer nicht gezielt danach sucht, läuft daran vorbei. Drinnen: wenige Tische, gedämpftes Licht, eine intime Atmosphäre. Die Küche ist präzise und aromatisch. Besonders eindrucksvoll ist El Chupi de Mi Wayki, ein rotes Thai-Peru-Curry. Zum Dessert überzeugt Los Peruanitos mit Camu Camu – einer säuerlich-bitteren Frucht aus dem Amazonasgebiet, kombiniert mit Passionsfrucht, Hierba Luisa (zitronig duftendes Eisenkraut), peruanische Minze und Tamarillo-Gelee (Gelee aus der mild-säuerlichen Anden-Tomate).
Nur wenige Schritte vom Hotel entfernt liegt der Kulm Country Club by Mauro Colagreco. Einst Olympiapavillon, heute modern restauriert, ist er ein unkomplizierter Ort für Lunch, Dinner oder einen entspannten Abend. Auch das Frühstück setzt ein klares Statement. Serviert wird im historischen Ballsaal, dessen hohe Decken und imposanten Kronleuchtern dem Morgen eine besondere Bühne geben. Am Buffet warten fein ausgewählte Produkte, während warme Gerichte frisch à la carte serviert werden.
Das Spa
Wenn sich die Türen öffnen, stellt sich sofort Ruhe ein. Natürlich liegt auch hier der vertraute Signature-Scent liegt in der Luft. Obwohl man sich mitten im trubeligen St. Moritz befindet, fühlt es sich an, als wäre man weit weg von allem. Eine große Fensterfront lässt viel Tageslicht herein und gibt den Blick frei auf den 20 Meter langen Pool – uneinsehbar, ruhig. Auf über 2.000 Quadratmetern bietet das Spa weitere vielfältige Rückzugsorte: einen beheizten Open-Air-Pool, Kinderpool, Whirlpool, Kneippbecken und eine Salzwassergrotte. Ergänzt wird das Angebot durch zwei Saunen, ein Dampfbad, eine Infrarotkabine sowie einen Fitnessraum. Eine Besonderheit sind die FaceGym-Treatments: Statt klassischer Entspannung steht hier die gezielte Aktivierung der Gesichtsmuskulatur im Fokus – ein Workout fürs Gesicht, das belebt und neue Energie gibt.
Für Familien
Grandhotel und Kinder – passt das zusammen? Im Kulm lautet die Antwort ganz klar: ja. Das Haus schafft den Spagat zwischen Eleganz und Familienfreundlichkeit mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit. Im Wunderwald Kids Club entdecken Kinder ihre eigene kleine Welt: mit Puppenhäusern, Tischfußball und altersgerechten Angeboten für Kleinkinder bis hin zu Teenagern. Auf Wunsch wird eine Babysitter:in organisiert. Im Winter profitieren junge Gäste zudem von kostenlosen Gruppen-Ski- und Snowboardkursen.
Ökologie und Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit zeigt sich im Kulm in kleinen, bewussten Entscheidungen. Im Nachttisch liegt ein kleiner Filzanhänger: Wer ihn aufs Bett legt, entscheidet sich gegen den regulären Bettwäschewechsel nach drei Nächten. Auch im Bad setzt das Haus auf langlebige Lösungen. Hochwertige, nachfüllbare Spender für Shampoo und Lotion ersetzen Einwegfläschchen. Dienstleistungen und Produkte werden, wo immer möglich, von regionalen Anbieter:innen bezogen, lokale Projekte gezielt unterstützt. Entsprechend trägt das Kulm den Bronze-Status der EarthCheck-Zertifizierung.
Barrierefreiheit
Auch in Sachen Barrierefreiheit ist das Kulm gut aufgestellt: die öffentlichen Bereiche sind barrierefrei zugänglich, die Zimmer sind geräumig, und bei Bedarf ist stets jemand zur Stelle, um zu unterstützen.
Und sonst noch?
Und weil Luxus im Kulm nie steif gedacht wird, gehören auch die kleinen Selbstverständlichkeiten dazu: Hunde sind gern gesehene Gäste, die Gassi-Runden beginnen direkt vor der Tür. Wer zwischen Bergluft und Entspannung Lust auf eine neue Perspektive hat, wechselt einfach das Terrain – der 9-Loch-Par-27-Golfplatz liegt gleich um die Ecke und bringt spielerische Abwechslung ins Hochgebirge.


