Skip to main content
Review

Portrait Milano, Italien 

Mailands ambitionierteste Adresse im Luxussegment
  • Image may contain: City, Architecture, Building, Cityscape, Urban, Neighborhood, Outdoors, Housing, Clothing, and Footwear
  • Image may contain: Book, Publication, Home Decor, Chair, Furniture, Plant, Bed, Art, Painting, Lamp, Rug, and Indoors
  • Image may contain: Architecture, Building, Dining Room, Dining Table, Furniture, Indoors, Room, Table, and Interior Design
  • Image may contain: Brunch, Food, Cutlery, Fork, Blade, Knife, Weapon, Cup, Plate, Furniture, Table, Bread, and Tabletop
  • Image may contain: Indoors, Interior Design, Lamp, Restaurant, Chair, Furniture, Dining Table, Table, and Architecture
  • Image may contain: Home Decor, Lamp, Plant, Chair, Furniture, Book, Publication, Couch, Indoors, and Bed

Photos

Image may contain: City, Architecture, Building, Cityscape, Urban, Neighborhood, Outdoors, Housing, Clothing, and FootwearImage may contain: Book, Publication, Home Decor, Chair, Furniture, Plant, Bed, Art, Painting, Lamp, Rug, and IndoorsImage may contain: Architecture, Building, Dining Room, Dining Table, Furniture, Indoors, Room, Table, and Interior DesignImage may contain: Brunch, Food, Cutlery, Fork, Blade, Knife, Weapon, Cup, Plate, Furniture, Table, Bread, and TabletopImage may contain: Indoors, Interior Design, Lamp, Restaurant, Chair, Furniture, Dining Table, Table, and ArchitectureImage may contain: Home Decor, Lamp, Plant, Chair, Furniture, Book, Publication, Couch, Indoors, and Bed

Zimmer

73

Warum buchen?

Weil sich das dritte Haus der Portrait-Reihe in einem ehemaligen Priesterseminar befindet – und das heutige Mailand auf den Punkt bringt: Es ist global vernetzt, kulturell kraftvoll und ein führendes urbanes Zentrum in Europa.

Denn Mailand hat sich in den vergangenen zehn Jahren sichtbar gewandelt: von einer nüchternen Wirtschaftsmetropole zu einer modernen Design- und Kulturstadt. Neue Museen, zentral liegende Restaurants und eine Reihe spannender Hoteleröffnungen haben die Entwicklung geprägt – begünstigt durch eine ebenso neue und schnelle Metro-Verbindung, die den Flughafen Linate in wenigen Minuten mit dem Zentrum verknüpft. Heute gilt Mailand deshalb als ideales Ziel für inspirierende Wochenendtrips.

Szenerie

Das Portrait Milano befindet sich an einem außergewöhnlichen Ort. Um genau zu sein: in einem einstigen Priesterseminar aus dem Jahr 1565, in Auftrag gegeben von Karl Borromäus, heute heiliggesprochen und eine der prägendsten Figuren Mailands. Mit der Eröffnung des Hotels knüpfte Leonardo Ferragamo an die architektonischen Wurzeln der Familie an: Die Lungarno Collection, gegründet 1995, entwickelte sich aus dem historischen Palazzo Spini Feroni in Florenz, dem Firmensitz von Salvatore Ferragamo. Wo einst Hollywood-Gäste empfangen wurden, führt heute Sohn Leonardo das Modehaus und seine Hotelmarke.

Während andere Luxuslabels Hotel und Mode eng verzahnen, hält Ferragamo beide Welten allerdings bewusst getrennt. Die Portrait-Häuser stehen für eine moderne Interpretation italienischer Eleganz: maßgeschneidert, handwerklich gedacht, mit feinem Blick für Geschichte. Designer Michele Bönan, bekannt für zeitlose Stadthotellerie, hat in Rom und Florenz jeweils ein Kapitel italienischer Kultur neu erzählt: vom Dolce-Vita-Glamour bis zur Pracht des Pitti-Palastes.

In Mailand widmet er sich nun der Epoche, in der das ehemalige Seminar vom Geist des Mailänder Designs geprägt wurde. Der Rationalist Piero Portaluppi – gemeinsam mit Gio Ponti eine Schlüsselfigur der Moderne – restaurierte das Gebäude. Die Lobby und die Bibliothek zitieren Portaluppis Villa Necchi Campiglio; Lampen stehen wie Säulen in präziser Reihung. Naturmaterialien wie Walnuss, Rattan, Bronze und Lack verweisen auf italienisches Handwerk und Art-Déco-Einflüsse.

Die Geschichte

Erst Priesterseminar, dann napoleonische Kaserne, später Lazarett in beiden Weltkriegen: Das Gebäude hat Mailands Geschichte miterlebt – inklusive Bombeneinschläge im Zweiten Weltkrieg. In den 1980er-Jahren entstanden Büroräume. Danach: jahrelanger Stillstand, verrammelte Fenster, ein fast vergessenes Monument mitten in der Stadt.

2013 entdeckte Valeriano Antonioli, CEO der Lungarno Collection, den Ort wieder. Das Seminar galt eigentlich als unantastbar, sollte „niemals ein Hotel“ werden. Fünf Jahre lang wurde verhandelt, diskutiert, überzeugt. Am Ende erhielt Lungarno den Zuschlag. „Man vertraute darauf, dass wir diesen Ort mit größtem Respekt in die Zukunft führen“, sagt Leonardo Ferragamo heute.

Zimmer und Suiten

In den 73 Zimmern und Suiten im zweiten und dritten Stock trifft das goldene Zeitalter des Art déco auf das Mailand der Portaluppi- und Ponti-Ära – in ruhigem, filmischem Licht. Einige Suiten öffnen sich zu Balkonen über der Piazza, mit einer Atmosphäre, die schon fast an historische Häuser in Südostasien erinnert. In Aufzügen und Ankleiden finden sich lederbezogene Kofferdetails; Nussbaumholz, kardinalroter Samt und großzügige Grundrisse zitieren elegante Mailänder Apartments der 1950er-Jahre.

Der Fokus liegt auf Handwerk. Türgriffe aus Leder, gefertigt in Florenz. Ein geometrisch bedruckter Chromhocker, abgestimmt auf die warmen Maserungen des Carrara-Marmors.  – alles bewusst gewählt.  Schlaf wird personalisiert: Per Fragebogen wählen Gäste vorab aus sieben Kissentypen, darunter ein Modell aus reinem Bambusholz mit temperatur- und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften. „Guter Schlaf ist wie ein perfekter Espresso“, sagt CEO Valeriano Antonioli. „Man kann die besten Zutaten haben – entscheidend sind die Rahmenbedingungen.“

Der Service

Im Portrait Milano herrscht ein entspannter, zeitgemäß unprätentiöser Service. Das junge Team arbeitet aufmerksam und zügig, Getränke werden diskret nachgeschenkt, Wünsche unkompliziert erfüllt. Die Stimmung ist offen, zugewandt, ohne Förmlichkeit.

In der Lobby arbeitet das Lifestyle-Team an Laptops, sichtbar präsent und nah an den Gästen. Es organisiert schnellen Zutritt zu gefragten Adressen in der Stadt – darunter das hauseigene Restaurant von Carlo Cracco sowie das Horto von Norbert Niederkofler.

Essen und Trinken

Zentrum des kulinarischen Angebots ist das Restaurant 10_11 — benannt nach seinem Standort zwischen Corso Venezia 11 und Via Sant’Andrea 10. Morgens beginnt der Tag hier mit einem üppigen Frühstücksbuffet: Franciacorta, frisch gepresste Säfte, Eier, und venezianische Creme-Muffins, luftig wie Gebäck aus alter Mailänder Konditoreikultur. Danach folgt zum Lunch ein Menü mit klassisch-lombardischen Gerichten, darunter Riso al Salto mit Ossobuco. Die Atmosphäre: gedämpfte Farben, schwere Silberdetails, niedrige Tische, eine ruhige Eleganz, die an die Esszimmer historischer Mailänder Palazzi erinnert.

Am Abend öffnet zusätzlich ein Fine-Dining-Restaurant mit herzroten Samtbänken, klaren geometrischen Linien und zeitgenössischer Kunst. Hier stehen traditionelle lombardische Festtagsgerichte im Mittelpunkt, modern interpretiert und klar saisonal ausgerichtet. Die Menüs folgen dem Rhythmus lokaler Produzent:innen und täglicher Marktware, ohne theatrale Inszenierung, sondern mit konzentriertem Blick auf Produkt und Technik.

Auf der Piazza ergänzt die Beefbar das Ensemble — das erste Haus der Marke in Italien und damit eine Art Heimkehr für Gründer Riccardo Girardo nach rund zwanzig internationalen Standorten. Das Konzept fügt sich selbstverständlich in die wachsende kulinarische Landschaft des Quadrilatero della Moda und erweitert das Angebot des Hotels um eine internationale Interpretation luxuriöser Grillkultur.

Für Familien

Der Nordflügel bietet acht miteinander verbundene Zimmer im zweiten Stock, ideal für Familien oder größere Gruppen mit bis zu 21 Personen.

Nachhaltigkeit 

Im gesamten Hotel werden Abfälle konsequent reduziert und saisonale Produkte aus der Region verwendet.

Barrierefreiheit

Alle Etagen sind per Aufzug erreichbar; Gäste mit Mobilitätseinschränkung erhalten Zimmer in unmittelbarer Nähe zu den Aufzugsbereichen.

Und sonst noch?

Zur Eröffnung des Hotels wurde der Innenhof des Priesterseminars in Piazza del Quadrilatero umbenannt – und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Platz verbindet die verschiedenen Shopping-Achsen des Viertels, von morgens bis abends laufen die Mailänder:innen über die Piazza. Nirgendwo in der Stadt lässt sich besser people watching betreiben.