Ein Fehler in der ASA-Software von Cisco ermöglicht Angriffe aus der Ferne. Das Problem: Davon sind auch häufig eingesetzte Catalyst-Switches, Router und Firewall-Systeme betroffen. Erste Patches werden bereits verteilt.
Um Admins ein stressiges Wochenende zu ersparen, werden OpenSSL-Updates künftig dienstags veröffentlicht. Außerdem gibt es nun eine Mailingliste, auf der Projektdetails unabhängig vom Code öffentlich diskutiert werden, und Github wird für das Projekt wichtiger.
Der Bleichenbacher-Angriff gilt unter Kryptographen als Klassiker, trotzdem funktioniert er oft noch. Wie wir herausgefunden haben, gilt das besonders für populäre Webseiten, darunter Facebook, Paypal und Produkte von mindestens acht verschiedenen Herstellern.
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Hanno Böck
Microsoft hat aus Versehen einen privaten Schlüssel für seinen Clouddienst Dynamics 365 veröffentlicht - und schaffte es über Monate nicht, auf Hinweise zu reagieren. Zwischenzeitlich empfahl der Support sogar, eine Krisenreaktionsfirma aus der Ölindustrie anzurufen, um das Problem zu beseitigen.
Von
Hanno Böck
Für fast drei Stunden waren heute die Zertifikate aller Subdomains des Berufsnetzwerks LinkedIn ausgelaufen. Peinlich, da die meisten Suchmaschinen darauf verweisen.
Ein 2011 gegründetes Unternehmen setzt auf Kryptographie aus den 90ern: Eine Subdomain mit Sonderangeboten von Flixbus unterstützt nur veraltete Verschlüsselungsstandards - und das seit Monaten. Kunden können auf der Seite Ticketgutscheine kaufen und müssen dafür persönliche Daten hinterlassen.
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Hauke Gierow
Es wird keine Rückkehr in die Browser geben: Startcom gibt auf. Die zu Qihoo360 gehörende Zertifizierungsstelle zieht damit auch die Konsequenzen aus einem vernichtenden Sicherheitsaudit.
TLS 1.3 kämpft mit Problemen, da viele Middleboxen Verbindungen mit unbekannten Protokollen blockieren. Um das zu verhindern, sollen einige Änderungen dafür sorgen, dass das neue Protokoll wie sein Vorgänger TLS 1.2 aussieht.
Nach Versuchen der Bankenlobby und von ominösen Betreibern von Rechenzentren, das kommende TLS 1.3 zu schwächen, erklärt nun Cisco, dass TLS 1.3 die Sicherheitstechnik sogenannter Middleboxen verhindert. Dabei verhindern kaputte Middleboxen die Einführung von TLS 1.3.
Es bringt zwar Sicherheitsgewinne, aber auch einige Gefahren: HTTP Public Key Pinning (HPKP) ist ein kontroverses Feature in Browsern. Jetzt will Chrome es wieder abschaffen - und setzt stattdessen vor allem auf Certificate Transparency.
RSA-Schlüssel von Hardware-Kryptomodulen der Firma Infineon lassen sich knacken. Das betrifft unter anderem Debian-Entwickler, Anbieter qualifizierter Signatursysteme, TPM-Chips in Laptops und estnische Personalausweise.
Mit einer vorgeschlagenen Erweiterung für das kommende TLS 1.3 könnte die Verschlüsselung effektiv gebrochen werden. Internet-, Mobilfunk- und Cloud-Provider wollen dazu aber nicht öffentlich Stellung nehmen. Und die nächste ähnliche Idee steht schon wieder auf der Agenda.
Von
Sebastian Grüner
Mittels eines Standards namens Certificate Authority Authorization können Domaininhaber via DNS definieren, wer für sie TLS-Zertifikate ausstellen darf. Ab sofort müssen diese Records geprüft werden. Bei einem Test schlampte Comodo und stellte fälschlicherweise ein Zertifikat aus.
Von
Hanno Böck
Der geplante Lizenzwechsel von OpenSSL kommt langsam voran. Das Projekt kündigt auch erste Konsequenzen für Code an, dessen Urheber dem Wechsel nicht zustimmen. Der Code wird entfernt und künftig reimplementiert.
Mit Certificate Transparency werden HTTPS-Zertifikate in öffentlichen Logs gespeichert. Das bringt mehr Sicherheit im TLS-Ökosystem, es führt aber auch zu überraschenden Gefahren für Webanwendungen wie Wordpress.
Von
Hanno Böck
Wenn ein privater Schlüssel von einem Webseitenzertifikat offen im Netz landet, sollten Zertifizierungsstellen das entsprechende Zertifikat zurückziehen. Symantec tat dies nun auch bei einem privaten Schlüssel, der überhaupt nicht echt war.
Der Vorschlag für eine TLS-Erweiterung macht TLS effektiv kaputt, sagen dessen Kritiker. Befürworter begründen die Idee mit Enterprise-Szenarien im Rechenzentrum. Streit ist vorprogrammiert und zeigt sich deutlich beim Treffen der TLS-Arbeitsgruppe.
Ein Bericht von
Sebastian Grüner
Zu einem Zertifikat für verschlüsselte HTTPS-Verbindungen gehört ein privater Schlüssel. Doch was, wenn der Schlüssel auf dem Webserver landet - und dann nicht mehr privat ist? Wir fanden zahlreiche Webseiten, die ihren privaten Schlüssel zum Herunterladen anbieten.
Von
Hanno Böck
Der freie Webserver Nginx ist in der Version 1.13 erschienen. Er bringt unter anderem Unterstützung für TLS 1.3 mit, das aktuelle Browser zwar unterstützen, OpenSSL allerdings noch nicht offiziell.
Nutzer, die den Chrome-Browser hinter einer Firewall von Sophos nutzen, sehen zurzeit nur Zertifikatswarnungen. Die neue Chrome-Version ignoriert den sogenannten CommonName, der schon seit 17 Jahren als veraltet gilt.
Ohne große vorherige öffentliche Diskussion soll OpenSSL künftig die Apache-Lizenz 2.0 nutzen. Vor allem die OpenBSD-Community kritisiert die Lizenz und das konkrete Vorgehen, das die Community spaltet und den Eindruck erweckt, als sei alles schon beschlossen.
Nach mehreren Vorfällen, bei denen Symantec offenbar die Kontrolle über seine Zertifikatsinfrastruktur verloren hatte, plant Google nun drastische Maßnahmen. Das könnte für Symantec existenzbedrohend werden.
Wer HTTPS-Verbindungen aufmacht, schadet der Sicherheit der Nutzer. Dieser Ansicht ist Forschern zufolge jetzt auch das US-Cert und fordert Unternehmen auf, verwendete Geräte zu testen.
Die Entwickler von Chrome wollten eine Vorabversion von TLS 1.3 ausliefern - und mussten sie kurz danach wieder deaktivieren. Schuld daran sind fehlerhafte Bluecoat-Geräte.
Wie Heartbleed, nur in klein und nur bei Produkten von F5: Die Ticketbleed-Schwachstelle ermöglicht einem Angreifer, SSL-Session-IDs auszulesen. Es gibt einen Patch und einen einfachen Workaround.
Zahlreiche Sicherheitsprodukte erlauben es, mittels lokal installierter Root-Zertifikate HTTPS-Verbindungen aufzubrechen. In einer Untersuchung sorgten alle getesteten Produkte für weniger Sicherheit. In vielen Fällen gibt es katastrophale Sicherheitslücken.
Von
Hanno Böck
Die Standard-C-Bibliothek des GNU-Projekts hat endlich Wrapper für die Linux-Systemaufrufe Getrandom und Getentropy - mehr als zwei Jahre nach deren Einführung. Neu sind außerdem Funktionen für Strings, Mathe-Operationen und ein starker Schutz vor Stack-Überläufen.
Heartbleed ist nicht totzukriegen. Noch immer sind rund 200.000 Systeme anfällig. Das dürfte auch noch länger so bleiben.
Symantec hat offenbar eine ganze Reihe von Test-Zertifikaten ausgestellt, teilweise für ungültige Domains, teilweise für Domainnamen, für die es keine Berechtigung hatte. Wegen eines früheren Vorfalls steht Symantec zur Zeit unter verschärfter Beobachtung.
Wegen Trump, der Supervorratsdatenspeicherung in Großbritannien und der schlechten Lage der Privatsphäre allgemein bietet Protonmail künftig einen eigenen .Onion-Dienst an. Noch ist dieser aber im Beta-Stadium.
Wieder mal sorgt ein Softwarefehler bei einer Zertifizierungsstelle für Ärger. Bei Go Daddy müssen die TLS-Zertifikate von mehr als 6.000 Kunden ausgetauscht werden, weil die Software auch falsche Zertifikate ausgestellt hat.
Mit iOS 9 und OS X 10.11 hat Apple bereits ein festgelegten Weg für die sichere Kommunikation eingeführt. Dieser sollte eigentlich zum Jahreswechsel Pflicht werden. Apple verschiebt die Frist aber, da die Entwickler App Transport Security kaum umsetzen, trotz vieler Ausnahmen im System.
Schwache Kryptographie raus, weniger Round-Trips und damit mehr Performance - und außerdem Schmierfett für zukünftige Protokollversionen und Erweiterungen: Die Version 1.3 des TLS-Verschlüsselungsprotokolls kommt bald.
Eine Analyse von
Hanno Böck
Ernsthaftes Arbeitswerkzeug für Autoren oder ultimatives Hipster-Gadget? Wir haben uns eine Schreibmaschine mit E-Ink-Display und Cloud-Anschluss angeschaut und fragen uns, wer das Produkt kaufen will.
Ein Test von
Hauke Gierow
Alle TLS-Zertifizierungsstellen müssen ab nächstem Herbst ihre Zertifikate vor der Ausstellung in ein öffentliches Log eintragen. Mittels Certificate Transparency kann Fehlverhalten bei der Zertifikatsausstellung leichter entdeckt werden - das TLS-Zertifikatssystem insgesamt wird vertrauenswürdiger.
Mozillas Firefox-Browser wird keine TLS-Zertifikate der beiden skandalträchtigen Certificate Authorities mehr akzeptieren. Wie dies genau umgesetzt wird, hat die Stiftung nun erläutert.
Ein Fehler bei Wartungsarbeiten bei der CA Globalsign führt zu SSL/TLS-Problemen bei Kunden weltweit. Auch wenn das Unternehmen den Fehler behoben hat, können Kunden weiterhin Probleme haben. Wir zeigen, was zu tun ist.
Großbritannien bewirbt sich um die absurdeste Auslegung von Anti-Terror-Gesetzen. Einem angeblichen Terroristen wird vorgeworfen, dass er sein Blog mit HTTPS verschlüsselt hat. Hoffentlich haben die Richter nicht verstanden, was sie getan haben.
Ein IMHO von
Hauke Gierow
Open Source-Projekte müssen in der Türkei derzeit einen VPN nutzen, wenn sie auf Github setzen. Genau wie andere Dienste ist die Programmierplattform dort derzeit geblockt.
GnuPG-Entwickler Werner Koch schlägt auf der OpenPGP.conf ein neues Verfahren zur Schlüsselverteilung vor: Die Keys sollen mittels HTTPS vom Mailprovider bereitgestellt werden.
Ende 2015 veröffentlichte die Firma SEC Consult eine Untersuchung über die Gefahr von Geräten mit voreingestellten privaten Schlüsseln. Genützt hat es offenbar nichts: Die Zahl derartiger Geräte ist um 40 Prozent gestiegen, knapp 50.000 nutzen dabei sogar ein gültiges Zertifikat.
Eine ganze Reihe von Vorfällen bringt die Zertifizierungsstelle Wosign in Erklärungsnot. Verschiedene Sicherheitslücken ermöglichten die unberechtigte Ausstellung von HTTPS-Zertifikaten. Die Zertifizierungsstelle Startcom wurde unterdessen offenbar vom Wosign-Gründer übernommen.
Wie sicher ist die eigene Internetseite? Der Test mit einem neuen Tool von Browserhersteller Mozilla könnte für viele Betreiber ernüchternd sein.
OpenSSL veröffentlicht die neue Version 1.1.0. Neu hinzugekommen sind die Algorithmen ChaCha20 und X25519 sowie Unterstützung für Certificate Transparency. Vor allem aber ist das Release eine große Aufräumaktion.
Ein neuer Angriff auf TLS- und VPN-Verbindungen betrifft alte Verschlüsselungsalgorithmen wie Triple-DES und Blowfish, die Daten in 64-Bit-Blöcken verschlüsseln. Der Angriff erfordert das Belauschen vieler Gigabytes an Daten und dürfte damit nur selten praktikabel sein.
Der Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch ist sicher - wenn die Parameter korrekt gewählt sind. Doch was passiert, wenn es einem Angreifer gelingt, fehlerhafte Parameter einzuschleusen? David Wong ist es gelungen, damit eine sogenannte Nobus-Hintertür zu erzeugen.
Black Hat 2016 Durch die geschickte Kombination eines Timing-Angriffs in Javascript und der bereits bekannten Breach-Attacke ist es möglich, Geheimnisse in TLS-Verbindungen zu entschlüsseln. Anders als früher ist dafür kein Man-in-the-Middle-Angriff nötig.
Eine Sicherheitslücke der TLS-Zertifizierungsstelle Comodo hat es unter Umständen erlaubt, Zertifikate für fremde Domains auszustellen. Angriffspunkt waren dabei die Verifikationsmails, die an den Domaininhaber gesendet werden.
Besonders in öffentlichen Netzwerken schützen verschlüsselte HTTPS-Verbindungen davor, dass Admins oder gar andere Nutzer im gleichen Netz den eigenen Datenverkehr belauschen. Dieser Schutz ist offenbar löchrig - und zwar auf fast allen Browsern und Betriebssystemen.
Der Mailanbieter Posteo hat die Möglichkeit eingeführt, E-Mails nur noch zu verschicken, wenn der Zielserver die STARTTLS-Verschlüsselung anbietet. Dabei fielen einige Mailserver auf, die den längst etablierten Verschlüsselungsstandard nicht unterstützen.
Das Yellow Jacket ist eine iPhone-Hülle mit Zusatzakku, die auch als Elektroschocker verwendet werden kann. Die Telefon- oder WLAN-Verbindung soll dabei nicht unterbrochen werden.
(Elektroschocker)
Die insolvente Spielefirma Atari muss ihre Vermögenswerte versteigern: Die Marke selbst soll mindestens 15 Millionen US-Dollar einbringen, für Rollercoaster Tycoon werden 3,5 Millionen US-Dollar aufgerufen. Andere Serien sind etwas günstiger.
(Rollercoaster Tycoon)
Mit gleichem Aussehen wie der vermeintliche Nachfolger Movie4k ist auch der illegale Dienst Movie2k nun wieder im Netz. Die Betreiber behaupten, Ende Mai 2013 gehackt worden zu sein und warnen vor der Konkurrenz.
(Movie2k)
"Der Ersteindruck der Kamera war äußerst ernüchternd": Das hatte Golem.de beim Ausprobieren der Playstation 4 festgestellt. Ein US-Medienbericht erklärt jetzt, wie Sony seinen 100-Euro-Preisvorteil im Next-Gen-Kampf durch den Verzicht auf das Zubehörteil durchgeboxt hat.
(Ps 4)
Metall statt Kunststoff: US-Wissenschaftler drucken dreidimensional mit flüssigem Metall. Das Verfahren birgt interessante Möglichkeiten, ist aber teuer.
(3d Druck)
Mit Giana Sisters hat Black Forest Games eines der bislang besten per Kickstarter finanzierten Spiele veröffentlicht. Jetzt stellt das Entwicklerstudio aus dem Schwarzwald ein neues Projekt namens Ravensdale vor.
(Ravensdale)
Nikon hat mit der D4S sein neues Spitzen-DSLR-Modell vorgestellt, das eine Auflösung von 16,2 Megapixeln erreicht und Serienbilder mit 11 Fotos pro Sekunde schießen kann. Dazu kommen eine Lichtempfindlichkeit von ISO 409.600 und eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle.
(Nikon D4s)
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